Eine Woche Korfu-Abenteuer-Urlaub (Mai 2003) - von Dana Krawtschenko |
||||||
|
Eine Woche Korfu-Abenteuer-Urlaub
Hallo an alle Korfu-Reisenden, vom 9. bis 16. Mai 2003 verbrachte ich mit meinem Freund und noch einem Pärchen einen tollen Urlaub auf Korfu. Schon die Landung vom Meer her war ein Traum, vor allem weil wir im Flieger über den Bildschirm gesehen haben, wie wir auf der kleinen Landebahn landen. Da es der erste Flug von mir und meinem Freund war, waren wir ganz schön aufgeregt. In der Flughafenhalle angekommen dauerte es keine halbe Stunde als wir unser Gepäck hatten und kurz darauf fuhr uns der Bus auch schon über die halbe Insel zu unserem Hotel Alkyon Beach am Agios Georgios (Nord)-Strand. Die ersten beiden Tage verbrachten wir am Strand, wobei wir auch die Bucht zu Fuß erkundeten.
Am 3. Tag unternahmen wir alle zusammen auf einem Tretboot einen Ausflug zu Wasser, um uns die Bucht auch mal im Ganzen anzuschauen. Wir machten jeweils einmal rechts und links zwischen den Felswänden halt, um uns ins kühle Nass zu "stürzen". Das Wasser ist wirklich super und auch nicht zu kalt gewesen. Auf dem Weg zurück ins Hotel waren wir ganz schön fertig vom Treten, aber gegen eine Gebühr von 25 Euro pro Tag mussten wir die Zeit ja nutzen.
Am 4. Tag sollte eigentlich die "Kaiki-Bootsfahrt" stattfinden, aber da sich gerade an diesem Tag wichtige EU-Minister auf Korfu in Paleokastritsa befanden, durften auch keine Boote auf das Meer herausfahren und so erholten wir uns heute, denn das Boot startete einfach einen Tag später. Wir alle hatten nämlich von unserem Tretboot-Trip einen Sonnenbrand, und so verbrachten wir den Tag im Hotel und cremten uns fleißig ein. Am Abend beschlossen wir zum Bowling zu gehen, was auch nicht gerade billig war. Die rechnen dort nicht per Stunde ab wie bei uns, sondern verlangen für ein Spiel (10 Durchgänge) satte 4 Euro. Da wir 3 Spiele gemacht haben und außer uns keiner dort war (Saisonbeginn), haben wir dafür immerin 9 Euro herausgeschlagen (pro Person), wo wir hätten eigentlich 12 Euro bezahlen sollen. Am selben Abend waren wir auch noch in einer Taverne nahe unseres Hotels. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt, aber auf jeden Fall gab es dort einen Internetanschluss und ich habe dort den besten Frucht-Cocktail meines Lebens getrunken. Einfach lecker... auch ohne Alkohol. Das Logo der Taverne war Lucky Luke. Auf dem Weg vom Bowling zu der Bar haben wir auch einen ganzen Hang voller Glühwürmchen gesehen.
Heute am 5. Tag nun die "Kaiki-Bootsfahrt" mit Barbecue. Vormittags um 10 ging es los bis ca. 17 Uhr. Wir fuhren vorbei an grünen Felswänden, Höhlen und Sandstränden. Das Boot hielt auch einmal kurz, wo man ins Wasser hätte springen können... es gab nur 2 Mutige. Danach fuhren wir zu der Bucht, in der das Barbecue stattfinden sollte. Sie war wunderschön und nur über das Wasser zu erreichen. So recht in die Sonne und ins Wasser haben wir uns noch nicht wieder begeben, aber das Barbecue war super lecker. Es gab gegrillte Hähnchenschenkel und Salat. Der Kapitän des Bootes hatte jedoch nur Alkohol in den Händen, um es an uns zu verteilen. Von Ouzo über Weißwein bis hin zu Rotwein war alles geboten, aber da wir das Ende des Tages noch erleben wollten, nahmen wir von allem nur ein Tröpfchen. Nachdem wir wieder im Hotel waren, wollten wir zwar abends noch was unternehmen, waren aber alle so fertig, dass wir eingeschlafen sind.
Der lustigste Tag war jedoch der 6. Tag. Wir mieteten uns zwei Roller, um den Norden der Insel zu erkunden. Obwohl die Reiseleiterin sagte, dass es z. B. bis Kassiopi zu weit wäre, um mit den kleinen Rollern bis hin zu fahren, haben wir uns auf den Weg gemacht. Zuerst kamen wir nach Sidari, aber obwohl wir dann gleich nach Roda weiterfahren wollten, haben wir uns im Wald bei Sidari gründlich verfahren. An Ziegen, Schafen und Hunden vorbei kamen wir plötzlich an eine Kreuzung, von der 4 Straßen abgingen, aber keine Schilder standen. Wir hielten auf der Kreuzung dieses Waldweges an und mussten alle erst einmal herzlich lachen. Wir haben uns dann einfach eine Straße ausgesucht und sind schließlich wieder in Sidari aus dem Wald herausgekommen. Weiter ging unsere Tour immer der Hauptstraße entlang nach Roda, Achavari, Kassiopi, und Ypsos, wo wir eine Rast machten, um unseren Hunger und Durst zu stillen. Von dort aus fuhren wir nach Paleokastritsa an der Westküste von Korfu. Nach einem kurzen Stop an unserem Hotel beschlossen wir noch nach Afionas zu fahren, da wir von da oben aus einen herrlichen Blick auf die Agios Georgios Bucht hatten. Das war dann auch der Abschluss dieses wirklich lohnenswerten Moped-Trips, den ich nur jedem empfehlen kann.
Am 7. Tag hieß es zeitig aufstehen, denn wir machten einen Ausflug nach Korfu-Stadt. Wir besuchten das Kloster Vlachérna mit Blick auf die Mäuseinsel (Pontikonissi), die Kirche Ágios Jáson ke Sossipatros, die Kirche Ágios Spiridonas, das Schloss Mon Repos, das Schulenburg--Denkmal und hatten auch einen Blick auf die Esplanade, die Alte und die Neue Burg. Nachdem wir dann Zeit zur freien Verfügung hatten, kauften wir ein paar Souvenirs. An den Läden vorbei kamen wir auch an eine Taverne, die uns den letzten Tag noch so richtig vermiest hat. Dort werden Touristen gnadenlos abgezockt und wir sind wie viele andere Touristen auch, darauf reingefallen. Leider weiß ich auch hier den Namen nicht mehr, aber als Beschreibung habe ich gelbe Stühle und Tischdecken und die Speisekarte hatte einen rosa Hintergrund. Man wird dort freundlich von den Kellnern zum Essen eingeladen und dann übers Ohr gezogen. Die Taverne befand sich in einer Ecke von einer Gasse, auf die man zugeht, wenn man dem Strom von Touristen folgt. Ein Korb Brot mit 4 Scheiben sollte 8 Euro kosten, um nur ein Beispiel zu nennen. Hätten wir die Rechnung so akzeptiert wie sie war, hätten wir zu viert 62 Euro für ein kaltes Essen bezahlen sollen... der Hammer, oder? Ich kann nur allen raten sich auf keine Fall von Kellnern zum Essen bewegen zu lassen, gehen Sie lieber zu McDonalds, da sind die Preise in jedem Land einigermaßen gleich. Nun, mit ziemlich getrübter Laune kamen wir ins Hotel zurück und gingen danach noch einmal zum Strand, da wir ja am nächsten Tag schon wieder abreisen mussten.
Heute, am letzten Tag, hieß es Koffer packen und bis 12 Uhr Hotelzimmer räumen. Da unser Bus zum Flughafen erst um halb 7 Uhr abends fuhr, verbrachten wir noch einige Stunden am Pool und genossen die letzten Sonnenstrahlen auf Korfu. Der Rückflug in der Dunkelheit war schön, denn es war nicht bewölkt wie beim Hinflug. Als Highlight hatten wir einen Blick auf die von oben ziemlich kleine Stadt Wien. Wir landeten pünktlich in Leipzig und waren dann kurz vor 12 Uhr zu Hause.
Fazit: Um diese Zeit in der Vorsaison ist die Insel herrlich grün und noch nicht so sehr mit Touristen voll. Besonders die Bucht, in der wir unser Hotel hatten, war so gut wie leer. Wer sich wie wir einen Roller oder ein Auto mietet, kann die gesamte Insel auf eigene Faust erkunden. Auch kann man selbst die Hauptstadt besuchen, ohne einen teuren Ausflug im Hotel zu buchen. Aber wer weiß, vielleicht fliegen wir ja nochmal auf die Insel um uns dann den Süden näher anzusehen....... |
||||||