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Mit der Fähre von Venedig nach Korfu - Erfahrungsbericht Minoan Lines

Vorbereitungen / Information über Fahrpläne und Preise

 

Nachdem wir erstmals im April 2001 gute Erfahrungen von Venedig aus gemacht hatten, geht es alljährlich in der Lagunenstadt los. Etwas Flexibilitär bei An- und Abreise bezgl. der Ferien- und Urlaubstermine vorausgesetzt, kann man auch in der Hochsaison zu Nebensaisonpreisen reisen. Fahrpläne, Preise und Buchungsformulare finden Sie auf meiner Partnerseite. Hinzu kommen die Verbrauchskosten des eigenen PKW, das "Pickerl" für Österreich (2x Eur 7,60 - gültig jeweils 10 Tage/Stand 2007) sowie die Mautgebühren bis nach Venedig (2x ca.20 Euro für PKW/Stand 2007). Mein Fazit: Für Familien kann ein Preisvergleich zum Flugangebot lohnenswert sein. Besonders, wenn kein Pauschalangebot (Flug + Hotel) gebucht wird, sondern der Urlaub individuell in einem Ferienhaus oder Appartment verbracht werden soll.

 

Anfahrt nach Venedig

 

Unsere Strecke (ca.800 km): Stuttgart - München - Innsbruck - Brenner - Bozen - Verona - Padua - Venedig Wer nicht über eigene Software verfügt, kann die Angebote an "Online-Routenplanern" nutzen.

 

Anfahrt zum Fährenterminal

 

In Venedig hält man sich gleich hinter der Mautstelle rechts Richtung "Porto/Interporto". Den Hinweisschildern "Mestre" folgen, bis ein Schild "Porto Touristico" den weiteren Weg weist. Über den Damm fahren und am Ende des Dammes an der Ampel rechts fahren. Der Weg zum Abfertigungsgebäude von MINOAN ist ausgeschildert.

 

Gegenüber des Abfertigungsgebäudes ist ein Parkplatz mit nummerierten Fahrbahnen - der Einweiser zeigt die für euer Reiseziel richtige Spur. Um auf die Fähre zu kommen, sollte man spätestens 2 Std. vor Abfahrt im Abfertigungsgebäude "einchecken". Beim Einchecken erhaltet ihr ein Schild mit dem Zielhafen (Igoumenitsa, Korfu, Patras), das hinter die Windschutzscheibe geklemmt wird. Das Personal winkt euch dann schon in der richtigen Reihenfolge in den Bauch der Fähre. Falls es etwas "unkonventionell" zugeht, keine Panik.....es ist noch jeder mitgekommen, der eingecheckt war ;-)

 

Tipp am Rande: Gepäckstücke, die während der Überfahrt auf der Fähre benötigt werden, sollten während der Wartezeit schon mal ins Fahrzeuginnere genommen werden, bevor ihr in die Fähre eingewiesen werdet. Die Fahrzeuge werden vom Personal bis auf wenige mm an das nächste Auto gewunken - da fällt es gelegentlich sehr schwer, noch an die Sachen im Kofferraum zu kommen!

 

Auf der Fähre

 

Zuerst mit den Tickets zur Rezeption und den Schlüssel in Empfang nehmen - das Personal geleitet euch zur Kabine (vielleicht schon mal ein Trinkgeld bereithalten, denn mir wurde bisher immer auch das Gepäck abgenommen.....so etwas gehört ja honoriert). So....Kabine bezogen - jetzt erstmal auf dem Schiff umschauen. Wir waren unterwegs mit der PASIPHAE PALACE und auf der Rückfahrt mit der baugleichen IKARUS PALACE.

 

Service und Verpflegung an Bord

 

Viele Dienstleistungen an Bord (Swimming-Pool, Bars, Salons, Restaurant, Self-Service etc.) machen das Reisen angenehm. Zwischen 100 und 120 (je nach Saison) Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles möglichst reibungslos abläuft. An einigen Bars lässt sich der kleine Hunger oder Durst zwischendurch stillen....nicht ganz billig, aber das erwartet man auf einem Fährschiff auch nicht. Das Restaurant und das Self-Service-Restaurant boten gute Qualität. Nudelgerichte im Restaurant lagen bei 8 - 10 EU, Fleischgerichte zw. 10 - 15 EU. Es muss allerdings erwähnt werden, dass im Restaurant für ein Gedeck zusätzlich knapp 2 EU fällig sind! Im Self-Service liegen die Preise ca.2 EU niedriger und da man sich selbst bedient, ist kein "Gedeck-Preis" fällig. Leider haben die Restaurants nur begrenzte Zeit geöffnet (i.d.R. für 2 Std.) und bei voll besetztem Schiff kommt es zu Wartezeiten. Ich hasse "Schlange stehen" und wir haben uns darauf eingestellt, das Restaurant kurz vor "Toreschluss" zu betreten...der erste Ansturm hat sich dann gelegt. Die Öffnungszeiten werden erfahrungsgemäß fast immer etwas ausgedehnt (Lautsprecherdurchsagen beachten) und es bleibt genug Zeit, sein Essen in Ruhe zu genießen. Alternativ lässt sich der Reiseproviant entsprechend planen - ein nettes Plätzchen an Deck und ein Picknick mit der Familie hat ja auch seine Reize und belastet die Reisekasse weniger. Alle Möglichkeiten sind offen - entscheiden muss jeder selbst. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, etwas Proviant an Getränken mitzunehmen - den Durst ausschliesslich in den Restaurationen zu stillen, belastet den Geldbeutel doch ganz erheblich.

 

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Bericht einige nützliche Infos weitergeben. Wenn noch Fragen offen sind, stellen Sie diese bitte in meinem Forum.

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